Liebe Gemeinde!

Andacht zum Sonntag Jubilate, dem 03.Mai 2020.

Auf zwei wunderbare Sonntage gehen wir zu: Jubilate und Kantate.

Jubilate will uns an die Schöpfung Gottes erinnern. Am Abend jedes Schöpfungstages wird für alles, was geschaffen ist, feststellt: „Und Gott sah, dass es gut war.“ Das ist Gottes Urteil auch zur Erschaffung des Menschen.

Nun kommen wir von Ostern her und wissen, dass mit der Auferweckung Jesu deutlich geworden ist, dass es eine Neuschöpfung gibt, weil Gott Jesus und mit ihm auch uns nicht im Tode lassen will. Unser aller Ziel ist die Verwandlung in Gottes endgültige Welt, den neuen Himmel und die neue Erde. Dabei ist das Gericht als letzter Akt der Gnade Gottes das Angebot, dass alle unsere Verletzungen die, die wir geschlagen haben und die uns geschlagen wurden, endgültig von Gott geheilt werden dürfen. Wer wird dann zu diesem Angebot noch „Nein“ sagen können.

Und das, was wir seit Jubilate wissen und leben dürfen, kann am Sonntag Kantate Musik und Gesang werden. Wenige menschlichen Künste sind so nah an der Seele des Menschen wie die Musik. Es gibt Lieder, die können uns trösten und aufrichten, auch aus Lagen, wo sonst kein Wort uns mehr erreicht. Es gibt welche, in denen wir unsere Trauer und Verzagtheit so wiederfinden, dass wir sagen: „Ja, so ist es, das fühle ich auch so! Endlich habe ich Worte dafür gefunden.“ Andere Lieder können uns zum Fliegen bringen. Sie machen uns so glücklich, dass wir schier abheben könnten.

 Fragen Sie sich doch einmal, welches ihr Lieblingslied ist. Manchmal kann das wechseln, je nach Lebensalter und Lebenslage. Aber es gibt sicherlich immer eines, in dem sie sich jetzt wiederfinden. Die Nagelprobe, ob es wirklich dies Lied ist, wäre die Frage: „Welches Lied möchten ich auf meinem Sterbebett noch einmal hören und leise mitsummen?“ Wenn Sie darauf eine Antwort haben, sind sie angekommen und bei sich.

 Z.B.: „Der Mond ist aufgegangen“ Machen sie nach jeder Strophe eine kleine Pause. Was klingt bei dieser Strophe in Ihnen? Ich habe für mich festgestellt: Mehr als dies Lied von Matthias Claudius braucht es eigentlich nicht im Leben und im Sterben. Ich wünsche ihnen auch so ein Lied für sich.

 „Der Mond ist aufgegangen“ als Orgelmusik auf unserer Kirchenorgel in der Friedenskirche. Zur Musik …

https://senden.ekvw.de/service/musik-an-der-noeske-orgel/

 Ein weiteres Lied, das es aushält, immer wieder gesungen zu werden, wäre: „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott“. Jede Strophe stellt eine menschliche Lebenssituation in den Zusammenhang mit Gott. Z.B.: Strophe 2:

 „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott
sei mit uns in allem Leiden.
Voll Wärme und Licht im Angesicht,
sei nahe in schweren Zeiten,“
Vielleicht fragen sich: Wo ist mir das schon einmal geschehen, wofür kann ich danken?

 „Bewahre uns Gott, behüte uns Gott als Orgelmusik auf unserer Kirchenorgel in der Friedenskirche. Zur Musik …

Gebet zu Jubilate:

Du machst alles neu,
barmherziger und ewiger Gott.
Wir loben dich und danken dir.

Du verwandelst die Traurigkeit in Freude.
Trockne du die Tränen,
wo unser Trost nicht genügt.
Schau auf die Trauernden,
auf die Sterbenden,
auf die Kranken,
Lindere ihren Schmerz.
Du Gott der Freude,
wir bitten dich:
Erhöre uns.

Amen.  

Hermann Haar

Gottesdienste

Feiern Sie mit uns an jedem Sonntag um 10:30 Uhr.

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