Gemeindewahl 2020

Das Presbyterium hat beschlossen an zwei Stellen die Gemeinde über die Kirchenwahl 2020, also die Mitglieder des neuen Presbyteriums ab März 2020, zu informieren.
Einmal wird im Foyer des Gemeindehauses ein Plakatständer, ein sogenannter Kundenstopper, aufgestellt werden.
Zum Zweiten wird die Gemeinde auf dieser Seite Informationen bereitstellen.
Hier finden Sie die neuesten Informationen zur Kirchenwahl mit folgender Systematik:
· Wo stehen wir im Verfahren?
· Was muss man wissen?
· Zeiten und Daten

 Zu den aktuellen Informationen

Erntedankgottesdienst 2019

Seit einigen Jahren laden sich die Kirchengemeinden des Südkreises gegenseitig zum Erntedankgottesdienst ein. In diesem Jahr war die Friedenskirchengemeinde aus Senden an der Reihe. Die Gästen kamen aus Senden, Lüdinghausen, Seppenrade, Ascheberg, Drensteinfurt, Nordkirchen, Südkirchen und Olfen. Man hatte sich alles so schön vorgestellt. Im goldenen Herbst im Schatten des Schlosses in dessen Innenhof gemeinsam singen und feiern und sich an der Ernte freuen.

In diesem Jahr aber machten die Verantwortlichen im Vorfeld des Gottesdienstes alle Höhen und Tiefen eines Landwirtes durch, der seine Ernte einbringen will. Zentrale Frage: „Wie wird das Wetter?“ Mal schien es zu klappen, dann zogen schwarze Wolken einen Vorhang über alle Fantasien, wie es denn sein könnte, beim Gottesdienst im Freien. Wegen der niedrigen Temperaturen hatten einige schon die Skier als geeignetes Mittel bereitgelegt, um zum Schloss zu kommen.

Niemand muss in diesem Jahr der Gemeinde sagen, dass die Ernte und ein Erntedankgottesdienst ein Geschenk sind und bleiben. Und so ein Gottesdienst wird ja genau deshalb gefeiert, weil wir Gott dafür danken wollen, dass wir Jahr um Jahr ernten dürfen und nicht hungern müssen. Unsere Landwirte sind gut, aber wenn das Wetter nicht mitspielt, auch machtlos. Diese Einsicht haben auch alle, die sich auf diesen Tag am Schloss gefreut haben, sehr intensiv gemacht.

Die Gemeinde war mit solch konkreter Erkenntnis gut vorbereitet, zu danken für das Geschenk der Ernte. Also traf man sich um 11:00 Uhr in der Friedenskirche.
Einer der spät eintreffenden Gäste sagte zu sich: „Ist den schon Weihnachten?“, so voll war das Gemeindehaus an der Steverstraße, obwohl alle Räume voll bestuhlt waren.
Pfr. Benecke gab in seiner Begrüßung das Thema vor, dass sich durch alle Beiträge wie ein roter Faden zog: „Wir sind hier, um gemeinsam zu danken, zu staunen und zu teilen.“ Ein Projektchor aus allen Gemeinden des Südkreises unterstützt von der Band aus Lüdinghausen und der Posaunenchor setzten dies Motto auch musikalisch um. Theologisch stand die Wundererzählung von der Speisung der 5000 Menschen am See Genezareth im Focus der Überlegungen.

Pfarrerin Silke Niemeyer aus Lüdinghausen griff den Grundgedanken dieser Erzählung auf. Sie benannte als eines der Probleme unserer Zeit die Ungleichheit der Verteilung der Güter dieser Erde. Die Aufforderung Jesu an seine Jünger vor 2000 Jahren lautete: „Gebt ihr ihnen zu essen und fragt nicht, ob es reicht?“ Diesen Auftrag gab sie an die heutigen Zuhörer wörtlich weiter. Dan n könnte es vielleicht auch heißen: „Kümmert Euch um die Gestrandeten der Seawatch, dann können wir uns auch um die Gestrandeten von Thomas Cook mühen.“

Mit dem konkreten Teilen des herumgereichten Brotes und dem Segen schloss der Gottesdienst, den man dann bei einem kleinen Imbiss im Foyer abrunden konnte. Pfr. Benecke hatte dann noch einen Trost für die auswärtigen Gäste, die sich auf das Schloss gefreut hatten: „Schlossverein und Kirchengemeinde werden sich gemeinsam mühen, dass das Schloss auch in Zukunft noch in Senden steht und besucht werden kann.

Bericht von der Ordination von Pfr'in Hilker

„Sei frech und wild und wunderbar“

In einem feierlichen Gottesdienst wurde am Sonntag, dem 29.09.2019, Frau Pfr’in Annika Hilker ordiniert. Dieser Vorgang ist im Leben eines Pfarrers ein wichtiges Datum. Deshalb fanden sich auch viele Freunde und Gemeindemitglieder ein, um Pfr’in Hilker an diesem Tag zu begleiten. In der Ordination wird die Pfarrerin/der Pfarrer verpflichtet, das anvertraute Amt im Gehorsam gegen Gott zu führen, das Evangelium von Jesus Christus, wie es die Bibel verkündet und die Bekenntnisse der Ev. Kirche auslegen, zu lehren. Die Sakramente ordnungsgemäß zu verwalten, ihren Dienst nach den Ordnungen ihrer Kirche auszuüben und das Beichtgeheimnis und die seelsorgliche Schweigepflicht zu wahren.

Dem zu Ordinierenden wird gleichzeitig der Segen für dieses Amt zugesprochen und die Hilfe Gottes erbeten. Denn auch Kirche und Gemeinde binden sich an die Ordinierte und sagen ihrerseits Unterstützung und Fürsorge zu.

Sabine Rothermundt, eine derer, die ein Segensvotum sprachen, ergänzte ihn durch den eher kirchenferneren Wunsch von Astrid Lindgrens Pipp Langstrumpf: „Lass dich nicht unterkriegen, sei frech und wild und wunderbar!“

Der Superintendent des Kirchenkreise Münster, Pfr. Ulf Schlien, hat die Ordination vorgenommen. Er wurde dabei von den beiden Assistenten, Pfr’in Anja Bunkus, und Dr. Oliver Kösters unterstützt. Vertreter des Presbyteriums, eine Freundin von Frau Hilker und Schwester Josefa Maria Bergmann sprachen ihr die Segensgrüße zu.

Musikalisch unterstützt wurde die Feier von einem Sextett aus Blechbläsern, mit denen Frau Hilker früher zusammengespielt hat und dem Kirchenchor der Gemeinde.

Im Anschluss an den Gottesdienst traf man sich zu Gesprächen bei einem Glas Sekt oder Orangensaft im Foyer. Hier war auch Gelegenheit, dass Vertreter der politischen Gemeinde, Sebastian Täger, Klemens Schneider als Vertreter der Kath..Kirche und Sabine Rothermundt und Astrid Janning als Vertreterinnen des Presbyteriums ein Grußwort sprechen und Geschenke übergeben konnten. Es war der Kirchengemeinde wichtig, dass gerade auch Vertreter des öffentlichen Lebens und der 2 großen Kirche in Senden bei dieser Ordination dabei waren. Bürgermeister Täger betonte dabei, dass politische und kirchliche Gemeinde von den vielen-Ehrenamtlichen leben, die sich für andere engagieren. Den wunderbar gedeckten Tischen beim Empfang sah man diese Arbeit direkt an. Pfarrer Klemens Schneider nahm eine Anfrage aus der Gemeinde auf, wie er das erlebt habe, dass in der Friedenskirche eine Frau in ein geistliches Amt ordiniert wurde. Er bekundete dabei große Sympathie dafür, dass in der ökumenisch verbundenen Gemeinde Frauen Zugang zu geistlichen Ämtern haben. Er wünsche sich das auch für seine Kirche.

 

Astrid Janning und Sabine Rothermundt verbanden die Grüße und die Anerkennung für das bisherige große Engagement von Frau Hilker mit dem Geschenk eines Spiels mit dem vielsagenden Titel „Die Kirche im Dorf lassen.“

 

 

Gottesdienst zum 50. Todestag von Martin Luther King

Martin Luther King prägte das Denken und das Bewusstsein einer ganzen Generation. Und für seine Vorstellungen einer gerechteren Welt wurde er am 4. April 1968 auf dem Balkon des Lorraine Motel in Memphis, Tennessee, erschossen. Martin Luther King jr. war amerikanischer Baptistenpfarrer. Er ist insbesondere dafür bekannt, dass er sich - motiviert durch seinen christlichen Glauben - für die Durchsetzung von Bürgerrechten mittels gewaltfreien zivilen Ungehorsams einsetzte. Weltberühmt und unvergessen seine Rede „I Have a Dream“ „Ich habe einen Traum“.

Wenn unser Altbundeskanzler Schmidt meinte, dass der, der Visionen hat, doch zum Arzt gehen solle, so werden sicherlich die Teilnehmer des Gottesdienstes am Ende sagen: „Gut, dass Martin Luther King seine Visionen gelebt hat und nicht ihretwegen zum Arzt gegangen ist.“

Die Gemeinde der Ev. Kirche Senden feiert diesen Gottesdienst zur Erinnerung an seine Ermordung nicht  in Form einer Heldenverehrung, sondern als Dank, dass Gott immer wieder Menschen beruft, die in besonderer Weise zur Mahnung und Inspiration für alle werden. Um ein wenig von der Atmosphäre jener Tage nachzuempfinden, werden auch die beiden zeitprägenden Lieder „We shall overcome“ und „Amazing grace“ zu hören sein. Als Predigt werden Teile einer Predigt Kings vom 4. Februar 1968 in der Ebenezer Baptist Church in Atlanta verlesen.

Der Gottesdienst findet am Sonntag, dem 08.04.2018, 10:30 Uhr in der Friedenskirche statt.

25 Jahre Friedenskirche

Mit der Grundsteinlegung am Erntedanktag 1991 begann die Geschichte der Friedenskirche in Senden. Am Sonntag, dem 28.Januar 2018, feierte die Gemeinde nun das 25. Jahr der Nutzung des Gebäudes als Kirchraum und Gemeindezentrum. In dem dazu stattfindenden Gottesdienst und anschließenden Empfang stand der Grundstein im Mittelpunkt. Auf ihm ist der Vers aus Jesaja 40,31 zu lesen: „Die Gott vertrauen schöpfen neue Kraft“.

Dieser Vers bildete das Motiv für den Mut, die Kirche zu bauen, sagte Pfr. Benecke in seiner Predigt. Es sollte ein Raum geschaffen werden, in dem Menschen diesen Mut machenden Gott erfahren können. Architektonisch setzt die Offenheit und Multifunktionalität des Gebäudes dies Motto um. Mit dem Wunsch, dass dies noch viele Jahre so bleibt, schloss Benecke die Predigt. Posaunenchor und Gemeindechor begleiteten diesen Gottesdienst, wie so viele Male seit Bestehen der Kirche. Als besonderes Angebot gab es für die Kinder eine eigene Veranstaltung unter Leitung von Bettina Langenfeld in den Räumen des KUBUZ.

Zu Beginn des Festaktes dankte Pfr. Benecke allen, die an der Idee und der Umsetzung zum Bau der Kirche beteiligt gewesen waren. Einige Mitglieder des Presbyteriums, des Bauzuschusses und der Gemeindeglieder von damals waren auch bei diesem Festakt wieder als Gäste in der Kirche und wurden herzlich begrüßt.

Der stellvertretende Bürgermeister der Gemeinde Senden, Ludger Janning, nahm den Gedanken des Grundsteins wieder auf und nannte die Kirche einen Ort des Vertrauens und der Begegnung für alle. Mit einem „westfälischen Flachgeschenk“, das zwischen zwei Grußkartenseiten Platz finden kann, gab er die besten Wünschen der Gemeinde an die Kirchengemeinde weiter.

Mit dem zweiten Redner, dem ehemaligen Pfarrer der kath. Gemeinde St.Laurentius, Pfr. Wilhelm Ausel, kam katholische Fröhlichkeit in den Festakt. Ausel erinnerte daran, dass die katholische Gemeinde im letzten Jahr während der Renovierung von St.Laurentius die Gottesdienste am Samstagabend in der ev. Kirche feiern durfte. Einigen katholischen Gemeindemitgliedern habe die räumliche Nähe durch die völlig andere Bestuhlung des Raumes in der Friedenskirche als in St.Laurentius gut gefallen. Anderen wiederum nicht. Aber, tröstet er: „Irgendwer hat immer irgendwas zu meckern.“

Geschichtlich wurde es dann mit dem Vortrag von Presbyter Hansjörg Paul. Er zeichnete die Geschichte von der Ausschreibung über das erste Modell, die Grundsteinlegung und das Richtfest bis zur Übernahme durch die Gemeinde in einem Lichtbildvortrag nach.

 Zwischenzeitlich hatten sich alle Besucher an belegten Brötchen, Kaffee und Sekt stärken können. Damit endete dann auch dies Fest zur Erinnerung an die Eröffnung der Friedenskirche mit den letzten Brötchen.